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Sharing

Foto 21.10.14 22 18 10

Für alle, die sich fragen was dieses Wirrwarr an Buchstaben heißen soll: sharing.

Am Wochenende habe ich mal wieder ein bisschen in der Arte Mediathek gestöbert (nein, dieser Ort ist nicht nur etwas für rüstige Rentner!) und bin dabei auf eine interessante Dokureihe über das Thema sharing gestoßen.

Aufgeteilt in zwei Teile, beleuchtet die knapp zweistündige Doku „Sharing Economy“ eine Reihe an Fragen rund um das Thema sharing weltweit und wie diese anfängliche Nische sich immer mehr zum Weltmarkt ausbaut.

Neben Konzepten wie DriveNow, Couchsurfing und WHY own it, hat mich am meisten das Konzept des Ladens Kleiderei fasziniert.

Das Vintage nicht mehr Vintage ist und das „neu auftragen“ der alten Klamotten nicht mehr als ramschig gilt, ist vermutlich nichts Neues. Neu ist allerdings die Idee der zwei Gründerinnen von Kleiderei Pola und Thekla. In ihrem Hamburger Laden, der den Anfang machte und auch in dem November letzten Jahres eröffneten Store in Berlin wird Kleidung nicht mehr im herkömmlichen Sinne gekauft, sondern vielmehr werden die Läden zu begehbaren Tauschkleiderschränken für jedermann umgewandelt. Gegen einen Festpreis von 14€ pro Monat, können Mitglieder sich Kleidung aussuchen und für zwei Wochen ausleihen bzw. „kaufen“. Danach wird das Kleidungsstück wieder zurückgebracht und geht an den nächsten temporären Besitzer über.

Ziel sei es dabei den Überkonsum entgegen zu wirken, dem Willen von immer mehr, immer schneller, immer billiger und immer öfter eine Grenze zu setzen. Vielleicht auch Kunden wieder für Qualität zu sensibilisieren. Denn wer günstig seinen Kleiderschrank abwechslungsreich gestalten kann, stillt so vielleicht seinen Drang jeden Trend ausprobieren zu müssen und lebt seine kreativen Modephasen stückweise aus, um die Erfahrung danach anderen ermöglichen zu können und leistet sich am Ende eventuell lediglich die Dinge, die er/sie wirklich braucht.

Was den Store und das Konzept vermutlich so erfolgreich macht, ist die bunte Mischung aus der Liebe zur Mode, dem Spaß anderen modeaffinen Menschen zu begegnen und die familiäre Atmosphäre, die zwangsläufig unter den Tauschfreudigen aufkommt.

Ich persönlich habe mir vorgenommen einmal im Berliner Store vorbei zu schnuppern, denn für alle, die nicht gleich ein Monatsabo abschließen möchten, bietet sich ebenfalls die Gelegenheit zweiwöchige Besitzerin eines neuen Kleidungsstücks zu werden, für gerade mal 5€!

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