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Skincare Tagebuch // No. 1 – Wer ist meine Haut

Untitled P7Wie versprochen, kommt heute der erste offizielle Teil meines neuen Monatsprojekts – das Skincaretagebuch. Ich habe ja bereits darüber gesprochen, dass es für meine Haut und für mich so nicht mehr weiter geht. Obwohl ich es schon kurz umrissen hatte, möchte ich mich heute noch einen Ticken genauer mit der Frage beschäftigen: Wer ist meine Haut?

Ok, ich gebe zu die Frage ist vielleicht etwas bescheiden gewählt, aber letztendlich kommt es doch genau darauf an, wenn man herausfinden will was seiner Haut gut tut. Wenn man einen guten Freund eine Freude machen möchte, dann versucht man auch herauszufinden was er mag oder etwa nicht? Ihr merkt schon ich bin nicht so gut in diesem Ganzen Metapherzeug. Fakt ist, die Haut eines Jeden verlangt auf unterschiedliche Art und Weise nach Liebe und ich hoffe die Infos können uns allen helfen, unsere Haut ein bisschen besser zu verstehen.

Zunächst einmal zu den groben Fakten. Die Haut ist unser größstes Körperorgan. Als dieses schützt sie uns vor äußeren Umwelteinflüssen, wie Sonnenstrahlung, kontrolliert den Feuchtigkeitshaushalt und reguliert unsere Körperwärme. Entgegen unserer anderen Organe, haben wir zu unserer Haut eine sehr intensive Beziehung, da wir sie sehen und fühlen können. Was viele gar nicht wissen ist, dass die Haut nicht nur aus dem besteht was wir sehen, sondern aus insgesamt drei Schichten. Die Oberste und für uns sichtbare Schicht ist die Epidermis. Insgesamt ist die Epidermis, gerade im Gesichtsbereich, lediglich so dünn wie ein Taschentuch und besteht aus lebenden und toten Zellen. Auch liegen unsere farbgebenden Zellen, die Melanozyten, in dieser Hautschicht. Unter der Epidermis liegt die Dermis. Hier liegen Fett- sowie Scheißdrüsen und Nervenenden. Zwei weitere wichtige Faktoren sind das hier eingelagerte Kollagen und Elastin. Kollagen ist natürliches Protein der Dermis und hält die Haut straff. Elastin dagegen ist eine Faser die genauso wie Kollagen zur Flexibilität und Dehnbarkeit der Haut beiträgt. Die innerste Hautschicht bildet die Hypodermis. Sie fungiert als Wärmeschutzschild und Stoßdämpfer für die Körperorgane.

Wenn wir unsere Haut pflegen wollen, spielt sich der Hauptjob dabei immer in der Epidermis ab. Auch diese ist wieder in unterschiedliche Zellschichten unterteilt, die jeden Monat einen Zellerneuerungsprozess durchwandern. Während dieses Zykluses der insgesamt ca. 25-28 Tage dauert, wandern neue Zellen durch die Epidermis an die Hautoberfläche. Innerhalb dieser Wanderung sterben die am Grund der Epidermis entstehenden Zellen ab, sodass sich an der Hautoberfläche lediglich abgestorbene Hautzellen befinden.

Gesund aussehende Haut braucht vor allem zwei Dinge – Fett und Wasser. Fettdrüsen (Talgdrüsen) liegen dicht unterhalb der Hautoberfläche und scheiden über den Tag Fett aus, der auch als Talg bezeichnet wird. Dieser Talg wandert durch die kleinen Öffnungen in der Hautoberfläche (Poren) nach Außen und schützt die Haut vor dem Austrocknen. Wichtig ist zu wissen, dass Poren zwar Öffnungen sind aber keine Muskeln, also auch keinen Schließmuskel besitzen. Durch verschiedene Umstände, können die Fettdrüsen mehr Talg produzieren, als die Haut benötigt. Dies hat zur Folge, dass die Poren verstopfen. So eine verstopfte Pore kann nun, ohne Reinigung, leicht zu einem Mitesser werden (wenn der Talg/Schmutz in der Pore mit der Luft reagiert) oder auch zu einem Pickel, sobald der Talg in der Pore mit Bakterien in Kontakt kommt. verschmutze Poren vergrößern sich und sind so sichtbarer, wenn sie nicht von Talg und Schmutz befreit werden.

Untitled P8(iPad zeichnen lebt!)

Unsere Haut ist also sehr viel komplexer als man auf den ersten Blick denkt. Wenn man um die Probleme, Nöte und allgemeinen Wehwehchen weiß, kann man viel konkreter und gezielter an seine Pflege rangehen.

Vielleicht waren für einige von euch die oberen Infos neu, für andere vielleicht nicht. Womit wir alle sicherlich schon einmal in Verbindung gekommen sind ist die elende Frage nach dem Hauttyp. Hier ist schon einmal zusagen, dass man korrekterweise eigentlich den eigenen Hautzustand abfragt und nicht den Typ. Mischhaut oder trockene Haut? Einmal entschieden passen die Produkte aber irgendwie trotzdem nicht und die Frustration wächst. Leider kann ich hier auch keinen ultimativen Guide geben und würde jedem, der sich völlig ratlos fühlt einen Besuch beim Hautarzt oder der Kosmetikerin empfehlen. Die Leute sind ausgebildet und sollten einem da helfen können. Nichtsdestotrotz ein kleiner Überblick über die einzelnen Hautzustände. Ich betone nochmals, dass es sich hierbei lediglich um grobe Richtlinien handeln und nicht absolutes Gesetz!

Allgemein wird unterschieden in drei Hautzustände

 › Trockene Haut

Trockene Haut ist ziemlich weit verbreitet und zeichnet sich durch spröde, glanzlose Hautoberfläche. Ihr fehlt Elastizität, sie spannt, neigt zu Rissen und Rötungen oder wird schuppig. Bedingt ist dieser Hautzustand durch Fehlfunktion der Fett- und Wasserregulation. Ursachen für trockene Haut können Umwelteinflüsse, Kälte, Heißungsluft und das falsche Waschverhalten sein.

 › Normale Haut

Normale Haut kommt am nächsten an den Typus „Idealhaut“ heran. Hier sind alle Hautpartien ausgeglichen und Fett- und Wasserhaushalt arbeiten richtig. Sie ist überwiegend gegen alle Einflüsse geschützt, aber dennoch pflegebedürftig.

 › Fettige Haut

Fettige Haut ist leicht zu erkennen. Sie ist ölig, fettig und großporig. Meistens hat dies Unreinheiten zurfolge in Form von Pickeln, Mitesser und im unschönsten Fall von Akne. Ziel ist es hier primär die Haut vom Schmutz zu reinigen und die Poren möglichst unverstopft zu halten.

zusätzlich werden noch empflindliche- und Mischaut als besondere Hautzustände hinzugenommen.

Mischhaut ist hierbei eine Mischung (haha Wortwitz – nicht) aus fettiger und trockener Haut. Mit der Mischaut verbinden wir alle die berühmte T-Zone (Stirn, Nase,Kinn), die bei diesem Hautzustand meistens eher ölig erscheinen, wohingegen die Wangenpartien trocken und spröde sind. Mischhaut kann ürbigens nicht nur im Gesicht vorkommen, sondern kann auch für den ganzen Körper gelten!

Empfindliche Haut ist grob gesagt jeder Hautzustand, der nicht dem Normalzustand entspricht. Allerdings neigen Menschen mit sehr empfindlicher Haut zu überschnellen Reaktionen auf neue Einflüsse und ist besonders stark von Austrockung bedroht.

Puh wir haben es geschafft. Ich hoffe ihr wisst jetzt ein bisschen besser Bescheid über das größte Körperorgan und um dessen Tücken. Nachdem wir die Grundlagen wissen, dreht es beim nächsten Mal dann um die Frage: Wie meiner Haut die Liebe geben die sie braucht mithilfe der richtigen Pflege?

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