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Das Wort zum Sonntag

Letzten Sonntag habe ich euch meine neue „Studie“ zu Frauenzeitschriften vorgestellt. Drei Sonntage im Februar werde ich jeweils eine Zeitschrift vorstellen und meine Eindrücke dazu schildern. Der letzte Sonntag wird noch einmal eine Zusammenfassung von allen drei Zeitschriften mit abschließendem Resümee. Diese Woche habe ich die Februaredition der Cosmopolitan gelesen.

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Wenn ich ehrlich bin, hat mich diese Zeitschrift eigentlich dazu inspiriert diese ganze Serie zu starten. Irgendwie hat mich das Cover einfach angezogen. Anders als die GRAZIA erscheint die Cosmopolitan nur einmal im Monat. Das merkt man aber auch, da sie mit 148 Seiten um 50 Seiten dicker ist als die GRAZIA. Einige die selber vielleicht gerne die Cosmo lesen, werden wissen, dass man das Heft einmal in einem kleinen Format (DIN A5) und in einer Standard A 4 Version. Bei dieser ist auch noch ein kleines extra Heft dabei gewesen, aber das Thema war nicht so interessant, deswegen habe ich nur das kleine Format für 2,10 Euro mitgenommen.

Anziehungspunkt war ganz klar das Cover. Ich gebe es nun ganz offen zu, ich bin ein Miley Cyrus Fan. Zumindest von ihrem Stil und ihrem ganzen Auftreten vor ihrer Transformation mit Kurzhaarschnitt und Nacktturnen auf der Abrissbirne. Aber irgendwie lese ich immernoch gerne über sie, auch wenn ihr derzeitiges Image mich jetzt nicht mehr so anspricht wie vor zwei Jahren. Außerdem muss man einfach sagen, sieht sie gut aus in diesem Glitzersteinchenfummel. Mal abgesehen von Miley werden noch sechs weitere Heftthemen vorgestellt. Am hervorstechendsten sind dabei einmal die versprochenen „heißesten Frühling-Trends“ und der schon nach dem Titel extrem vielversprechende Artikel: „Sex Up Your Alltag.“ Ich hoffe ihr habt die Ironie bemerkt. Ja aber bei einem Sexthema bleibt es nicht, denn es wartet noch ein Interview mit M. Schweighöfer über Sex & Groupies und wie man sich das kleine Taschengeld nebenbei als Cam-Girl verdienen kann. Bleibt da überhaupt noch Platz für andere Themen? Na immerhin hat es auch noch, passend zu Mileys Transformationsstart, ein Artikel zum „Sytling-Wunder kurze Haare“ aufs Titelbild geschafft.

Im Gegensatz zur GRAZIA folgt die Cosmo schon eher einer festen Reihenfolge. Den Aufmacher macht die Rubrik rund um das Thema Stars und Lebensgefühl der Cosmo. Hier werden auch gleich die zwei Titelstorys über Miley (fand ich sehr interessant und mal anders) und über den Schweighöfer und seine Groupies untergebracht. Der vermeintliche Groupiesex leitet dann auch gleich über in die zweite Rubrik: Lieben & Leben, die alltägliche Themen aufnimmt. Gleich danach kommt endlich das, worauf wie alle gewartet haben. Die Rubrik mit dem kurzen Namen Sex – getreu dem Motto Sex Up Your Alltag. Ich bin ehrlich ich habe diese Rubrik nur zur Hälfte gelesen, spätestens bei dem Cam-Girl Bericht, habe ich weiter geblättert. Ich habe ja nicht vor ein Cam-Girl zu werden. Nachdem ich dann auch endlich alles über Karriere und Job hinter mich gebracht habe, fängt auf Seite 70 (!) dann doch mal die Rubrik an, die mich interessiert. Mode & Stil, gefolgt von Beauty & Bodylove, die sich auf insgesamt 50 Seiten erstrecken. Abschließend folgt wie eigentlich immer etwas zum Thema Lifestyle.

Was mir an der Mode & Stil Rubrik gar nicht gefallen hat, ist realitätsfremde. Kein einziger Look, der da von den Laufstegen kopiert und eingefügt wurde, wurde irgendwie analysiert und interpretiert. Es werden keine alltagstauglichen Beispiele der interpretierten Laufstegmode gegeben. Für den ganz normalen Verbraucher eher schlecht. Gut wiederum war, dass man immerhin Schlagwörter für die (angeblichen) Trends für diesen Frühling/Sommer zugeworfen bekommt. Auch wenn die Beispiele für Transparenz, hier ein wirklich sehr transparentes Shirt wo man die Brüste des Models durchsieht, und die Beispiele für die diesen Sommer erlaubten „Black-Dresses“, ausschließlich mit pompösen Kleidern, die man höchstens Abends anziehen könnte, irgendwie fehl am Platz wirken. Besser gestaltet ist dagegen die Beauty Rubrik. Hier werden tragbare Make Up’s gezeigt, die mit Produkten aus allen Preisklassen unterstützt werden.

Wirklich sehr negativ ist mir die furchtbare Sexualisierung von Themen aufgefallen. Nicht alle Leser dieser Zeitschrift sind rollige Kaninchen. Eine Story über Beziehungsprobleme aufgrund von Geld muss nicht mit „Finanzkrise im Bett?“ betitelt werden. Ja Sex sells, aber zu viel Sex törnt leider ab. Vor allem, wenn er einfach für bescheuerte Zwecke missbraucht wird. Der Schreibstil ist mitunter hier und da davon beeinflusst aber im Groben und Ganzen gut. Jedoch wünsche ich mir für die Zukunft viel weniger Sex und mehr vernünftige Artikel, die auch ohne unterschwellige Sexualisierungen auskommen.

Abschließend noch die Artikel die mir gefallen haben.

  • Der Artikel, der mir am Besten gefallen hat, ist ganz klar der über Miley. Eigentlich der Grund, wieso ich die Zeitschrift gekauft habe. Interessant geschrieben und ich finde Mileys Antworten sehr aufschlussreich. Auch der Vergleich zu Madonna, die auch durch ihre gewagten und provozierenden Auftritte zu Ruhm gekommen ist, finde ich sehr passend. Wer die Zeitschrift nicht kaufen möchte, kann den Artikel ja auch in 2 Minuten am Regal durchlesen.
  • Der zweite Artikel, der mir gefallen hat, ist haarig. Mit dem Titel „Kurz &Gut“, dreht sich alles um Kurzhaarfiguren. Ich muss sagen, ich finde Kurzhaarfiguren echt sehr schön. Hätte ich die richtige Haarstruktur, ich wär sofort dabei. Leider ist mir dieses Glück verwehrt, aber träumen kann man mit dem Artikel ja trotzdem.

Und die traurige Wahrheit ist, das war’s. Ich will damit nicht sagen, dass die anderen Artikel schlecht oder nicht lesenswert sind, aber ich sage es mal so, man kann auch ohne sie weiter leben. Mein abschließendes Urteil folgt am letzten Sonntag des Monats.

Seit ihr regelmäßige Cosmopolitan Leser oder sagt euch diese Zeitschrift gar nichts? Und wenn ja, wie findet ihr sie?

Photo Credit: Cover // Peter Pedonomon | abgebildete Seite // Schöttger Photography for Cosmopolitan

 

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