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Das Wort zum Sonntag

Neuer Monat und ein neues Wort zum Sonntag. Im Februar ganz getreu dem Motto: „Wie (un)nützlich sind eigentlich Frauenzeitschriften?“ Letztens fiel mein Blick wieder auf das Zeitschriftenregal meines lokalen Kiosks und gleichzeitig fragte ich mich, wieso ich eigentlich aufgehört habe diese Art von Zeitschrift zu lesen. Ungefähr drei Sekunden später wusste ich wieder wieso: Sie sind unnütz. Zumindest dachte ich das. Jedoch ist meine Zeitschriftenzeit auch schon ganze zwei Jahre her und seitdem hat sich vielleicht einiges verändert? Daher kam mir die Idee zu dieser Serie, um herauszufinden wie nützlich oder eben unnützlich diese Zeitschriften sind. Jeden Sonntag werde ich nun eine Zeitschrift vorstellen und einmal resümieren, wie viel mir das Lesen gebracht hat. Am Letzten Sonntag gebe ich mein abschließendes Urteil über die gelesenden Hefte. Folgende drei Hefte werde ich probehalber einmal lesen.

_MG_9722 (800x533)v. l. n. r. – GRAZIA, Cosmopolitan, Jolie

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Den Auftackt bildet die GRAZIA. Meine Ausgabe ist die Nummer 6 vom 30. 01. Vor ab sollte man wissen, dass die GRAZIA vier Mal im Monat erscheint, nämlich jeden Donnerstag. Daher unterscheidet sie sich schon mal von den meisten übrigen Heften, die wirklich nur ein Heft pro Monat rausbringen. Für 98 Seiten zahlt man 1,90 Euro. Der wichtigste Teil einer Zeitschrift ist wahrscheinlich das Cover. Wer kauft denn eine Zeitschrift, die schon von außen scheußlich aussieht, da kann das Innere ja auch nicht sehr vielversprechend sein. Das Cover der letzten Januarwoche hat insgesamt vier Titelstorys. Im Zentrum steht eine Story zu Cameron Diaz (ich habe die Story nicht gelesen, ich mag diese Frau überhaupt nicht). Daneben wird einmal ein Exklusiv Interview mit Michelle Hunziker (habe ich auch nicht gelesen, selbes Problem) und die Lebenskrise von Kim Kardashian angepriesen. Im unteren Teil kündigt ein Banner noch eine Story über Jeans an. Drei Mal dürft ihr raten, was an diesem Cover mich angezogen hat. Hat man die Zeitschrift dann endlich nach Hause geschleppt und es sich auf dem Sofa bequem gemacht, beginnt das feucht-fröhliche Blättern. So einen richtigen Aufbau konnte ich nicht entdecken, aber im Groben folgt eine Abfolge von Titelstorys, modelastigen Themen, aktuelle Geschehnisse in der Welt (hier die 10 Hot Storys der Woche), noch mehr Mode, eine Rubrik für Beauty und abschließend ein kleiner Ausblick in die weite Lifestylewelt. Was mir gut gefallen hat, ist der relativ große Anteil an „Modethemen“. Es wird viel über Trends geredet, viele Modebeispiele gezeigt und gut mit tragbaren (!) Beispielen gearbeitet. Sprich ein Look wird alltagstauglich dargestellt, sodass der normale Modefan ihn ohne Sorge nachstylen kann.

Neben Themen ist auch die Gestaltung der Zeitschrift entscheidend und da setzt die GRAZIA ganz auf Farben. Und das gar nicht Mal schlecht! Gut eingesetzt, als Highlighter von Textblöcken oder einzelnen Wörtern, irritiert oder stört die farbliche Untermahlung zumindest mich nicht. Auch die Seiten sind ganz schön gestaltet, übersichtlich und der verfügbare Platz wird gut genutzt. Etwas was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist, dass die Zeitschrift mit relativ wenig Werbung auskommt. Natürlich ist sie da, aber in manchen Zeitschriften habe ich regelrecht das Gefühl mehr Werbeanzeigen wegzublättern, als sinnvolle Artikel zu lesen. Leider negativ aufgefallen ist mir allerdings der Schreibstil.Bei manchen Sätzen und Formulierungen musste ich dann doch etwas aufstöhnen. Wenn ich Worte wie „Shitstorm“, Absatzeinleitungen durch „Tatataaaa“ lesen muss, Lidschatten jetzt richtig „Wumms“ haben und die Begeisterungsausbrüche über einen Nagellack der „sooo“ schön funkelt, da muss ich doch schlicht und ernsthaft sagen – nein! Das muss doch nicht sein. Regel Nummer eins lautet nun mal, gesprochene Sprache ist nicht schriftliche Sprache. Das Menschen nicht schreiben wie sie sprechen ist sicherlich kein Geheimnis und ein wenig gesprochenen „Slang“ in der Schriftsprache ist manchmal auch ganz angemessen, wenn es im richtigen Rahmen stattfindet. Beispielsweise einem Blog oder einem Chat. Nicht in einer Zeitschrift. Daher wünsche ich mir für die GRAZIA, dass die Redakteure sich doch wieder bewusst werden, dass gekonntes Schreiben eine Kunst ist, die man nicht mit blöden Ausrufen runterputzen sollte.

Abschließend würde ich gerne noch die Artikel nennen, die mir gut gefallen haben.

  • Dieser Artikel über die „Anti-Lanz-Petition“ hat mich eigentlich nur aus einem Grund überrascht: Sie läuft online ab. Nichts mehr mit gutem, altem Klemmbrett und „Entschuldigen Sie, möchten Sie …“. Nein heute wird der Wut über den anscheinend ungeliebten Moderator im World Wide Web kundgetan. Mal ganz abgesehen von meiner persönlichen Meinung zu Markus Lanz, wie viel Sinn hat eine Online-Petition, bei der die Unterschrift mühelos irgendein Fantasiename wie „Rosa-Einhorn-Auf-Wanderschaft“ lauten könnte, denn eine Verpflichtung zu wahrheitsgemäßen Angaben ist nicht erforderlich.
  • Irgendwie habe ich die Jeans wieder für mich entdeckt. Auch wenn dunkle Bluejeans es nicht in meinen Schrank schaffen. Der Artikel zu den verschiedenen Jeans Formen, Farben und Musterungen, war an sich wirklich gut gestaltet und schön zu lesen.
  • Dieser Artikel hat mich ähnlich wie die Online Petition eher geschockt. Size zero per App. Zugegebenermaßen kann ich verstehen, dass man sich jetzt fragt, was das denn wieder für ein neumodischer Quatsch, dem kann ich nur sagen: Kein Quatsch sondern Photoshop to go. Also eigentlich doch Quatsch. Der „Sinn“ dieser App besteht darin sich dünner zu schummeln. Dem Size Zero-Herz wird nichts vorenthalten. Innerhalb von 5 Minuten ein bisschen weniger Hüfte, ein schmaleres Gesicht und Topmodelbeine. Dumm nur, wenn die Leute sich beim nächsten Wiedersehen dann fragen, wie man so schnell 6 Kilo zunehmen konnte …
  • Als Letztes hat mir auch noch ein Beautyartikel gefallen (insgesamt fand ich die Beautyrubrik sehr gut). Insbesondere die Produkte für den Nude Look waren sehr schön ausgewählt und gut aufeinander abgestimmt. Vor allem das vorgestellte Perlmuttpuder „Lumi Magique“ von L’Oreal sieht ja schon sehr verlockend aus.

Ich hoffe der Post hat euch einen kleinen Einblick in die Zeitschrift geboten. Mein abschließendes Urteil folgt am letzten Sonntag, nachdem jede Zeitschrift vorgestellt wurde.

Habt ihr noch Kriterien, Aspekte und Wünsche, auf die ich bei den anderen Zeitschriften besonders achten soll?

Photocredit: abgebildete Seite // Mondadoriphoto | Karina Mondadori | Imaxtree | PR

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