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Das Wort zum Sonntag // Die Natur in der Naturkosmetik

Von Zeit zu Zeit stolpern wir alle über das Thema Kosmetik und Pflege. Ob nun als Kind, das seine Mama beobachtet oder aber als Teenager, der in der Bravo die „neusten Trends“ versucht nachzuvollziehen. Je älter man dann wird, desto mehr Anspruch hegt man dann aber an seine Pflege. Das Beste für die Haut muss her, möglichst natürlich, denn was ist besser für die Haut als natürliche Produkte? Dies bringt mich auch gleich zum Thema des heutigen Wort’s zum Sonntag – Naturkosmetik. Ab wann ist Naturkosmetik denn Naturkosmetik? Wie viel Natur steckt eigentlich in Naturkosmetik und ab wann ist Kosmetik so natürlich, dass sie diese Bezeichnung verdient. Ihr merkt schon, es fallen öfter die Worte Natur und Kosmetik.

Auch mich beschäftigt das Thema immer öfter, vor allem seit ich mich intensiver mit Pflege beschäftige. Zwangläufig liest man Sätze wie: „Dieses Produkt ist großartig! Meine Haut fühlt sich so viel besser an und die Inhaltsstoffe sind auch noch vollkommen natürlich!“ Nur woher weiß man das eigentlich so genau? Bei meinen Recherchen fiel mir vor allem eins auf: Offiziell gibt es gar keine Richtlinien, die ein Produkt als „natürlich“ und „Naturkosmetik“ festlegen. Vielmehr kann eine Firma bei einem lediglich 20%igen, natürlichen Anteil, ihr Produkt als Naturkosmetik verkaufen. Als Verbraucher erwarte ich allerdings etwas anderes von meiner Pflege.

Aus diesem Grund haben sich verschiedene Vereine gebildet, die versuchen Richtlinen und Maßstäbe zu finden, die ein Naturkosmetikprodukt als solches auszeichnen. In diesem Sinne möchte zumindest zwei von ihnen vorstellen. (Bei Bedarf auch gerne mehr)

BDiH

1. BDIH-Siegel für kontrollierte Naturkosmetik

Der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e.V. (BDIH) ist ein Verein der 1951 von verschiedenen Herstellern und Vertriebsunternehmen gegründet wurde. Ihr Ziel ist es Transparenz in die Branche der Naturkosmetik zu schaffen und Kriterien festzulegen.
  • Zu diesen Kriterien gehört auch die Bio-Auslobung. Diese schreibt vor, dass bestimmte Inhaltsstoffe nur aus zertifiziertem Ausgangsmaterial bestehen darf. Ein Produkt ist also erst dann „bio“, wenn der Bioanteil im Verhältnis zu den übrigen Produktbestandteilen (ausgenommen Wasser und Mineralien) mindestens 95% beträgt. Darüber hinaus müssen diese Bestandteile für den Verbraucher in der Liste der Inhaltsstoffe auch deutlich gekennzeichnet sein.
  • Tierische Rohstoffe sind nach dem BDIH nur dann gestattet, wenn sie direkte Produktionserzeugnisse eines Tieres sind (Bsp.: Milch). Die Verwendung von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren (z.B. Emuöl, Nerzöl, Murmeltierfett, tierische Fette, Collagen und Frischzellen) ist untersagt. Zudem sind jegliche Art von Tierversuchen untersagt. Egal ob im Herstellungsprozess, der Entwicklung oder im abschließenden Produkttest.
  • Ebenso kategorisiert der BDIH in verschiedene Stoffgruppen, die in Produkten enthalten sein dürfen. Nicht dazu gehörig sind organisch-synthetische Farbstoffe, synthetische Duftstoffe, ethoxilierte Rohstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte.
  • Auch Kriterien zur Konservierung, der Verwendung von Rohstoffen und dem Einsatz von radioaktiver Strahlung, werden vom BDIH vorgeschrieben.

Um den auch international die Etablierung eines Naturkosmetik-Standards noch effektiver anzugehen, wurde vom BDIH die International Organic and Natural Cosmetics Corporation (IONC) gegründet, die eine weltweite Kontrolle von Kosmetikprodukten nach BDIH Standard gewährleisten soll.

Für weitere Infos klick einfach hier

natrue

2. NaTrue

NaTrue ist ein 2007 gegründetes Unternehmen, das es sich, ebenso wie der BDIH, zum Ziel gesetzt hat den Begriff „Naturkosmetik“ transparenter darzustellen, um Missbrauch zu verringern. Auch NaTrue arbeitet mit einem Gütesiegel, eingeteilt in drei Stufen. Produkte können von 1 bis 3 Gütesiegel bekommen, die für einen unterschiedlichen Grad an biologischen Anteil stehen. Zudem müssen NaTrue zertifizierte Produkte, wie auch beim BDIH, bestimmte Kriterien erfüllen.

  1. Natürliche und biologische Inhaltsstoffe
  2. Sanfter Herstellungsprozess
  3. Umweltfreundliche Praktiken

Auch hier gelten alle aufgelisteten Bestimmungen des BDIH. NaTrue klärt aber nicht nur auf, sondern bietet auch die Möglichkeit, verschiedene Naturkosmetikprodukte auf ihrer Seite zu „checken“. In einer Liste aufgeführt werden Naturkosmetikfirmen aufgelistet und deren einzelne Produkte, die dem NaTrue Standard entsprechen. Ebenso kann man sich über verschiedene Roh- und Inhaltsstoffe informieren.

Lies genaueres hier.

Es gibt noch weitere Siegel, jedoch gilt für alle einheitlich:

  • Naturkosmetik enthält keine Silikone oder Parabene
  • Ebenso verboten sind PEGs (Dies sind Stoffe die die Haut durchlässiger für Wirkstoffe guter aber auch schlechter Art!)
  • ein Verzicht auf synthetische Konserverungsstoffe (Bsp.: Formaldehyd)
  • der Verzicht auf die Verwednung synthetischer Farb- sowie Duftstoffe
  • absolutes Verbot von Tierversuchen
  • kein Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren
  • in den meisten Fällen (je nach Firma) faire Arbeitsbedingungen

Puh, ich weiß danach muss man erst mal verschnaufen! Und da Ende ist noch nicht erreicht, denn es gibt noch viel mehr Infos. Wer sich gerne noch weiter informieren möchte, sollte diese Seite besuchen. Hier werden noch weitere Siegel und weiterführende Links angeboten!
Ich bin mir sicher viele interessiert dieses Thema und ich hoffe ich konnte euch eventuell ein wenig helfen oder auch einen kleinen Anstoß geben sich mit Naturkosmetik auseinanderzusetzen.

Was meint ihr? Ist Kosmetik gleich Kosmetik oder achtet ihr auf die Unterschiede?

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